Berlin - Für einen ruhigen Schlaf sollen die 23 Produkte sorgen, die die Stiftung Warentest für ihre aktuelle Ausgabe näher untersucht hat. Die Produkttester testeten Hilfsmittel wie Mundschienen, Nasenspreizer, Anti-Schnarch-Bänder, Schlafrucksäcke, Fingerringe und selbstaufblasende Kissen, wie die Stiftung Warentest am Mittwoch mitteilte. Hilfreich gegen das Schnarchen waren dabei insbesondere Produkte, die eine Rückenlage verhinderten, den Naseneingang freihalten oder den Unterkiefer vorschieben.

Die Preisspanne der getesteten Produkte war groß: So gab es Nasenpflaster bereits für vier Euro, Brustgurte gegen das Schnarchen kosteten hingegen 200 Euro. Insbesondere die Fingerringe und die Anti-Schnarch-Bänder konnten die Tester jedoch nicht überzeugen.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen das Schnarchen ist laut Stiftung Warentest die Kenntnis über die Ursache, denn das eingesetzte Hilfsmittel sollte entsprechend ausgewählt werden. Ärztliche Hilfe gibt es etwa beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder beim Zahnarzt. Auch das Ändern der eigenen Gewohnheiten kann helfen, etwa sich das Rauchen oder Trinken von Alkohol abzugewöhnen. Krankenkassen kommen für die einfachen Hilfsmittel gegen das Schnarchen laut Stiftung Warentest nicht auf. Einige Hersteller boten jedoch eine Geld-zurück-Garantie bei ausbleibendem Erfolg.

Erstickungsgefahr bei vier Matratzen für Kinder und Babys

Die Stiftung Warentest hat auch Matratzen für Erwachsene und Kinder genauer unter die Lupe genommen. Bei vier Matratzen für Babys und Kinder besteht Erstickungsgefahr wegen leicht ablösbarer Kleinteile, wie die Stiftung Warentest am Mittwoch mitteilte. Die entsprechenden Modelle erhielten die Bewertung mangelhaft. Bei den Federkernmatratzen erzielte die Hälfte der getesteten Matratzen eine gute Gesamtnote, darunter fielen sowohl schmale als auch breite Modelle.

Von den insgesamt 14 getesteten Kindermatratzen fielen vier wegen der Sicherheitsmängel durch, fünf Modelle erreichten eine gute Gesamtbewertung. Die Testsiegerin gibt es für 159 Euro.

Bei den Federkernmatratzen trat jeder Hersteller mit einem Modell von 90 mal 200 Zentimeter und einem Modell der Größe 140 mal 200 Zentimeter an. Insgesamt schnitten die Federkernmatratzen besser ab als die Schaumstoffmatratzen. Die Testsiegerin gab es laut Stiftung Warentest in der schmalen Version für 249 Euro, in der breiten Ausfertigung für 450 Euro.