Stiko-Chef: Impfungen werden vierte Welle nicht mehr brechen

Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission, macht den Bürgern wenig Hoffnung. Für die akute Corona-Lage spielten Impfungen eigentlich keine Rolle mehr.

Stiko-Chef Thomas Mertens erwartet von Corona-Impfungen kein Wunder mehr, hält sie aber weiterhin für „sehr wichtig“ (Archivbild).
Stiko-Chef Thomas Mertens erwartet von Corona-Impfungen kein Wunder mehr, hält sie aber weiterhin für „sehr wichtig“ (Archivbild).Imago/Ipon/Stefan Boness

Berlin-Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, glaubt nicht, dass sich die vierte Corona-Welle durch verstärktes Impfen noch aufhalten lässt. „Man muss sagen, dass Impfungen im Augenblick für die Überwindung der akuten Situation eigentlich keine Rolle mehr spielen können“, sagte er im Fernsehsender Phoenix am Freitagabend. „Es wird uns nicht gelingen, mit Impfungen die vierte Welle zu brechen.“

Dennoch sei es notwendig, weiter zu impfen, denn „die Impfungen sind sehr wichtig dafür, wie es im nächsten Jahr aussehen wird“, sagte Mertens weiter. Der Stiko-Chef stimmte im Grundsatz auch einer von der Politik verabschiedeten Teil-Impfpflicht zu. „Eine Berufs- oder institutionsspezifische Impfpflicht könnte Sinn machen in der derzeitigen Situation“, sagte Mertens. Über eine generelle Impfpflicht müsse die Politik befinden.