Stiko: Keine generelle Booster-Empfehlung für Senioren

Die Ständige Impfkommission rät nicht generell zur Drittimpfung für ältere Menschen. Patienten mit Immunschwäche sollten aber eine Booster-Dosis bekommen. 

Eine Arzthelferin zieht eine Impfspritze auf (Symbolbild). Mehr als 500.000 Bundesbürger haben die Booster-Impfung gegen Corona bereits erhalten.
Eine Arzthelferin zieht eine Impfspritze auf (Symbolbild). Mehr als 500.000 Bundesbürger haben die Booster-Impfung gegen Corona bereits erhalten.dpa/Wolfgang Kumm

Berlin-Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich in ihrer aktuellen Empfehlung bislang nicht für generelle Auffrischungsimpfungen bei Senioren aus – obwohl ältere Menschen diese in Deutschland bereits bekommen können. Empfohlen wird eine Booster-Dosis mit einem mRNA-Impfstoff aber für Menschen mit Immunschwäche, heißt es in dem am Freitag vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Papier. Die Stiko arbeite derzeit die Studienlage für eine Auffrischimpfung anderer Bevölkerungsgruppen auf. Eine Entscheidung soll es in den kommenden Wochen geben.

Die Stiko ist mit ihrer Empfehlung damit zurückhaltender als die Gesundheitsministerkonferenz. Diese hatte Anfang August beschlossen, dass ein Booster ab 60 Jahren wahrgenommen werden könne – frühestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung und nach „individueller Abwägung, ärztlicher Beratung und Entscheidung“.

Über 500.000 Bundesbürger haben Booster-Impfung erhalten

Seit einigen Wochen ist dieser Booster unter anderem für alte und immungeschwächte Menschen bundesweit zu haben – auch ohne Stiko-Empfehlung. Damit soll ihr Immunsystem nochmals gegen Sars-CoV-2-Viren gestärkt werden. Mehr als eine halbe Million Bundesbürger haben dieses Angebot bislang bereits angenommen.