Das Strandbad Müggelsee.
Foto: imago images/Travel-Stock-Image

BerlinFast 35 Grad in Berlin: Das lässt viele auf Abkühlung in Badeseen oder auf ein schattiges Plätzchen im Park hoffen. Besonderer Andrang herrschte am Sonnabend am Strandbad Müggelsee in Treptow-Köpenick. Die Berliner Polizei bat darum, sich nicht mehr auf den Weg dorthin zu machen. Die Beamten schrieben am Mittag auf Twitter, dass die Obergrenze schon fast erreicht sei, das Strandbad stehe kurz vor der Schließung. „Parks, Seen, Strand- und Freibäder platzen aus allen Nähten“, schrieb die Polizei.

Auch das Strandbad Wannsee war am Sonnabend schon frühzeitig gut gefüllt. Ein dpa-Reporter berichtete, dass auch fast alle kostenlosen Badestellen neben dem Strandbad belegt waren. Die Parksituation rund um den See sei ziemlich chaotisch.

Ähnlich voll war es am Schlachtensee, wo es kein öffentliches Strandbad gibt. Schon um 9.30 Uhr tummelten sich unzählige Menschen im Wasser. Gegen Mittag waren die besten Liegeplätze am Ufer bereits vergeben.

Brandenburg: Seebad Prenzlau schließt

Auch in Brandenburg hat das heiße Wetter viele Besucher an die Badeseen gelockt. Das Seebad Prenzlau (Uckermark) musste am Mittag seine Türen vorübergehend schließen, wie das Bad mitteilte. „Das erlebe ich zum ersten Mal in 30 Jahren“, sagte Seebadleiter Ronny Klein der dpa.

Laut dem Hygienekonzept des Bades ist derzeit nach dem 365. Besucher Einlassstopp. „Die schattigen Plätze sind jetzt alle voll“, sagte Klein. Die Gäste hielten sich aber an den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Metern, zumindest am Strand. „Im Wasser ist das schon schwieriger.“ Das Bad begrüßt zu normalen Zeiten 700 bis 900 Gäste am Tag.

Auch am Waldbad Templin im Potsdamer Süden wurde es bei heißen Temperaturen und viel Sonne voll. Das Bad begrenzte die Zahl der Gäste, die sich dort gleichzeitig aufhalten dürfen, auf 960 Besucher. Tickets konnten nur online gekauft werden, sagte Rettungsschwimmerin Samar Shafaee der dpa. Wer spontan ein Ticket an der Kasse kaufen wollte, hatte Pech. Badegäste hielten sich demnach am Strand an die Abstandsregeln. Im Wasser sah dies jedoch anders aus. „Wir mussten schon drei Durchsagen machen und auf den Abstand hinweisen“, sagte Shafaee am Vormittag. Bereits am Morgen zählte das Bad demnach rund 200 Besucher. Am Mittag waren es etwa 800 Gäste.