Wegen der Straßenblockaden von Klimaschützern in den vergangenen Wochen hat die Berliner Polizei mehr als 200 Anzeigen aufgenommen. In knapp 170 Fällen wurden Demonstranten vorläufig festgenommen oder ihre Personalien festgestellt. Wobei es an vielen Tagen immer wieder dieselben jungen Männer und Frauen waren, die sich beteiligten, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte.

Die Polizei zählte vom 24. Januar bis zum 8. Februar an 6 Tagen insgesamt 29 Blockaden auf verschiedenen Straßen und Plätzen in Berlin, darunter auch auf Autobahnausfahrten. Zwischen 5 und 50 Teilnehmer setzten oder legten sich dabei auf die Straßen. Nach Angaben der Aktivisten klebten sich auch Teilnehmer auf der Fahrbahn fest.

Bis zum 7. Februar gab es 121 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Demonstrationsgesetz, weil die Aktionen nicht entsprechend angemeldet waren. Außerdem knapp 50 Strafanzeigen wegen Nötigung, rund 30 wegen Widerstandes gegen die Polizei und eine geringe Anzahl wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Beleidigung.

Zuletzt blockierten die Klimaschützer am Dienstag in Tempelhof an insgesamt drei Orten die Fahrbahn der A100. Die Aktivisten der Gruppe „Essen retten – Leben retten“ sorgten bereits an mehreren Tagen für Verkehrsbehinderungen in Berlin.