Wenige Wochen vor Beginn der Sommerferien in Berlin am 7. Juli haben Easyjet und Ryanair sowie die skandinavische Fluggesellschaft SAS umfassende Warnstreiks angekündigt. Dies könnte in den kommenden Wochen zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen am Hauptstadtflughafen BER führen.

Ryanair-Streiks vor allem an diesem Wochenende

Mit den Streiks wollen Kabinenpersonal und Piloten der Fluggesellschaften bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen erwirken. Bei Ryanair werden die Streiks vor allem am kommenden Wochenende stattfinden. Betroffen sind am BER startende Flüge nach Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal.

Ab nächsten Mittwoch müssen dann auch Reisende mit den Zielen Kopenhagen und Stockholm mit Verzögerungen rechnen. Wie die skandinavische Fluglinie SAS mitteilte, wollen deren Kapitäne nach gescheiterten Gehaltsverhandlungen mit der Airline in den Warnstreik treten. Wie lange die Maßnahmen anhalten werden, sei allerdings noch offen.

Easyjet: Mallorca-Flüge sollen planmäßig stattfinden

Bei Easyjet streiken im Juli nur die 450 Angestellten in Spanien, deren Basisgehalt mit 950 Euro im Monat wesentlich niedriger ist, als in anderen europäischen Ländern. Wie der spanische Gewerkschaftsführer Miguel Galan am Dienstag mitteilte, wolle das Kabinenpersonal zwischen dem 1. und 3. Juli, dem 15. und 17. Juli, sowie dem 29. und 31. Juli die Arbeit niederlegen. Dies beträfe auch Reiseziele wie Barcelona, Fuerteventura und Palma de Mallorca.

Erzielen wolle das spanische Easyjet-Personal eine Lohnerhöhung um mindestens 40 Prozent. Die Unternehmensführung zeigte sich bislang unbeeindruckt von den angekündigten Maßnahmen. „Zum jetzigen Zeitpunkt plant Easyjet, den Flugplan vollumfänglich einzuhalten“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens dem Guardian mit.

Flugpersonal auch in Deutschland unzufrieden

Es ist nicht das erste Mal in diesem Sommer, dass es am BER streikbedingt zu Verzögerungen kommen könnte. Vor knapp zwei Wochen hatte die deutsche Gewerkschaft Verdi angesichts stockender Tarifverhandlungen zum Streik am Standort in Schönefeld aufgerufen.