Blaulicht (Symbolbild)
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OldenburgZwei unbekannte Männer haben im niedersächsischen Oldenburg einen Busfahrer angegriffen und verletzt, nachdem dieser sie auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. „Der Busfahrer ist von den beiden Männern zunächst beleidigt worden“, zitiert der NDR Polizeisprecher Stephan Klatte. Und weiter: „Daraufhin hat er die Tür des Busses von innen zugemacht, um sie an die Polizei zu übergeben.“

In der Folge sollen die Männer auf den Busfahrer eingeschlagen haben. Anschließend öffneten sie gewaltsam die Tür und flüchteten. Zum Zeitpunkt der Übergriffe sollen sich fünf weitere Fahrgäste in dem Bus aufgehalten haben. Der Busfahrer habe durch den Vorfall eine Gehirnerschütterung erlitten, sei seitdem arbeitsunfähig. Gegen die Tatverdächtigen ermittelt die Polizei nun wegen Körperverletzung und Beleidigung. Aktuell sind sie jedoch noch nicht gefasst worden, laut dem NDR wertet die Polizei derzeit das Videomaterial der Überwachungskameras aus.

Der Fall erinnert an den brutalen Angriff auf einen Busfahrer im südfranzösischen Bayonne. Er hatte Fahrgästen aufgrund fehlender Masken die Fahrt verweigert und war so heftig geschlagen worden, dass er später starb. Der Fall hatte Entsetzen in Frankreich ausgelöst. Busfahrer legten mehrfach die Arbeit nieder.

Auch im nordrhein-westfälischen Hagen gab es wegen eines Streits um die Maskenpflicht einen Angriff auf einen Busfahrer. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich ein 16-Jähriger am Dienstagabend trotz mehrfacher Aufforderung durch den Busfahrer geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Der Jugendliche spuckte den Busfahrer an und flüchtete anschließend. Er wurde wenig später von der Polizei gestellt. Gegen den 16-Jährigen wurde Anzeige erstattet.