Das undatierte Archivbild zeigt die Zeichentrickfigur Pumuckl. Jetzt gibt es Streit um den Kobold. 
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MünchenDer Streit um den bekannten Kobold Pumuckl geht in die nächste Runde. Das Oberlandesgericht (OLG) München hat jetzt an beide Parteien appelliert, einen Vergleich zu schließen. Das teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Eine Drehbuchautorin hatte den Bayerischen Rundfunk verklagt, weil dieser die Episode „Pumuckls neues Heim“ aus dem Jahr 1999 im April 2019 zweimal wiederholt hatte. 

Nach Ansicht der Frau hatte der Sender dazu kein Recht mehr. Sie fordert Schadensersatz. In vorheriger Instanz hatte das Landgericht München Eins dem BR recht gegeben.

Die Frau und der BR hatten im Jahr 2000 einen Vertrag abgeschlossen, den beide Seiten nun verschieden auslegten. Nach Ansicht der Klägerin liefen mit diesem Vertrag die Nutzungsrechte Ende 2012 aus. Der BR hingegen berief sich auf den früheren Vertrag von 1995, wonach der Sender die Folgen weiterhin wiederholen darf.

Dieser Auslegung schloss sich das Landgericht an. Das Oberlandesgericht appellierte nun aber an beide Seiten, sich außergerichtlich zu einigen. Für den Fall, dass das nicht klappt, kündigte das Gericht für den 26. November einen Verkündungstermin an.