PotsdamAbsperrungen, Einlasskontrollen und Alkoholverbot? Die Weihnachtsmärkte in Brandenburg werden in diesem Jahr anders stattfinden als gewohnt - wenn sie denn überhaupt stattfinden. Viele Städte und Gemeinden haben aus Sorge um die Gesundheit der Besucher die traditionelle Veranstaltung um die Adventszeit abgesagt. Manche überlegen sich allerdings Alternativkonzepte.

Kein „Blauer Lichterglanz“ in Potsdam

Potsdam hat sich nach langem Hin und Her dazu entschlossen, den Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ in der Innenstadt abzusagen. „Mit der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen ist es überhaupt nicht vereinbar, sich durch lange Einkaufsstraßen zu schlängeln, zu denen man keine Eingangsbeschränkungen haben kann“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow.

Derzeit überlege man, ob es eine Alternative an einem anderen Ort geben kann, wo bestimmte Hygienekonzepte umsetzbar seien und man mit Gittern den Einlass von Gästen kontrollieren könne, sagte Brunzlow. Möglich ist demnach auch ein Alkoholverbot.

In Cottbus denkt man nach Stadtangaben über vieles nach, was den Weihnachtsmarkt dieses Jahr möglich macht. Ob auch ein Alkoholverbot dazu gehört, sei jedoch noch offen, so Sprecher Jan Gloßmann. Der Weihnachtsmarkt soll stattfinden - „allerdings immer mit Blick auf das dann aktuelle Infektionsgeschehen“, angepasstem Hygienekonzept und vor allem Abstandsregeln und Besuchersteuerung.

Unsicherheit herrscht noch in Frankfurt (Oder). Den verantwortlichen Fachebenen der Stadtverwaltung liege gegenwärtig ein Antrag auf Durchführung eines Weihnachtsmarktes vor, teilte die Stadt mit. Das Prüfverfahren laufe noch. Auch über Alternativkonzepte berate man sich. Möglicherweise könnte die Veranstaltung entzerrter über die Stadt verteilt stattfinden.

In Oranienburg wird es keinen adventlichen Budenzauber geben. Zumindest der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz fällt nach Stadtangaben aus. Mit der Veranstaltung „Winterträume im Advent – Lichtkunst und Kulinarik im Schlosspark“ soll es vom 4. bis zum 13. Dezember eine Alternative geben. Alkohol soll dort - zumindest bislang -erlaubt sein.

Auch am traditionsreichsten Ort Himmelpfort soll es dieses Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben. Der Weihnachtsmann halte allen Kindern aber trotz Corona die Treue, so Anke Blenn, Sprecherin der Deutschen Post DHL. Er reise wie gewohnt Mitte November 2020 vom Nordpol nach Himmelpfort, um dort mit seinen 20 Helferinnen die Wunschzettel der Kinder zu beantworten.

Einen Besuch des Weihnachtsmannes und eine öffentlich zugängliche Weihnachtspostfiliale werde es aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in diesem Jahr aber nicht geben, hieß es.