Höhere Rechnungen: Stromnetz Berlin erhöht die Netzentgelte

Der landeseigene Netzbetreiber erhöht die Netzentgelte ab kommendem Jahr auf 8,93 Cent pro Kilowattstunde. Das macht sich auf der Stromrechnung bemerkbar.

Netzentgelte machen etwa ein Viertel der Stromrechnung aus.
Netzentgelte machen etwa ein Viertel der Stromrechnung aus.dpa/Fernando Gutierrez-Juarez

Berlin-Für Verbraucher und Unternehmen in Berlin steigt ein wichtiger Bestandteil der Stromrechnung im kommenden Jahr noch einmal. Der landeseigene Netzbetreiber Stromnetz Berlin hat am Donnerstag eine Erhöhung der sogenannten Netzentgelte ab 2023 angekündigt, die unter anderem für den Stromtransport und den Zählerbetrieb in den Haushalten anfallen. Demnach erhöhen sich diese Entgelte pro Kilowattstunde von bisher 6,59 Cent auf dann 8,93 Cent. Der Jahrespreis für den Betrieb eines klassischen Zählers geht dafür um 7 Cent auf 8,44 Euro zurück.

Ein Berliner Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 1950 Kilowattstunden müsse damit in Summe 3,75 Euro pro Monat mehr zahlen, hieß es. Das entspreche einer Steigerung von mehr als einem Viertel im Vergleich zum laufenden Jahr. „Ursächlich für den hohen Anstieg der Netzentgelte von Stromnetz Berlin sind die dramatischen Energiepreisentwicklungen für Gas und Strom, beginnend bereits im Jahr 2021“, teilte Stromnetz Berlin weiter mit.

Die Netzentgelte machen ungefähr ein Viertel des gesamten Strompreises für Verbraucher aus. Ein weiteres Viertel zahlen die Kunden für den Strom selbst, der Rest sind Steuern, Abgaben und Umlagen.