Potsdam - Für Löscharbeiten bei dem großen Waldbrand bei Frohnsdorf südwestlich von Berlin hat die Bundeswehr nach Angaben von Michael Stübgen (CDU) den sofortigen Einsatz von drei weiteren Hubschraubern zugesagt. „Alle Einsatzkräfte leisten großartige Arbeit angesichts der schwierigen und sich dramatisch zuspitzenden Lage“, sagte Stübgen am Sonntag vor Ort. Er habe entschieden, dass der Krisenstab (Koordinierungszentrum Krisenmanagement) im Innenministerium umgehend in den vollen Betrieb gehen werde.

Die Hubschrauber werden Wasser in großen Behältnissen aufnehmen, die dann über den Flammen entleert werden. Der am Freitag in einem Kiefernwaldgebiet bei Frohnsdorf ausgebrochene Brand hat sich unterdessen auf eine Fläche von etwa 200 Hektar ausgedehnt, sagte Andrea Metzler, Sprecherin des Landkreises. Im Jahr 2018 hatten bei einem verheerenden tagelangen Waldbrand in Treuenbrietzen etwa 400 Hektar gebrannt.

Stübgen appellierte an alle Einwohnerinnen und Einwohner der betroffenen Ortsteile, die ihre Häuser wegen der drohenden Gefahr verlassen müssen, den Aufforderungen der Einsatzkräfte unbedingt zu folgen und sich in Sicherheit zu bringen. „Dieser Einsatz wird noch viel Kraft kosten“, sagte er.

Im Krisenstab des Landkreises wird unterdessen gehofft, dass der Wind am Nachmittag abnimmt beziehungsweise sich von den Ortsteilen wegdreht.