Berlin - In Berlin wohnen nur etwa fünf Prozent der Studenten in einem Studentenwohnheim und damit deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt, der bei zehn Prozent liegt. Es sei ein wichtiges Anliegen des Senats, bezahlbaren studentischen Wohnraum in Berlin auszubauen, teilte die Wissenschaftsverwaltung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Abgeordneten der Links-Partei mit. Die Quote bezieht sich auf die Jahre 2018 bis 2020.

Aktuell gibt es in Berlin rund 11.600 Wohnplätze des Studentenwerks und anderer Anbieter - bei fast 200.000 Studenten in der Stadt. Rund 3300 Studenten warten momentan auf einen Platz in einem Wohnheim. Häufig werden die Plätze von ausländischen Studenten genutzt, so lebten beispielsweise im vergangenen Jahr fast 80 Prozent ausländische Studenten in Wohnungen des Studierendenwerks.

In Berlin studieren laut Verwaltung fast 200.000 Menschen. Seit 2018 sind 2475 neue Wohnheimplätze oder Wohneinheiten entstanden. Allein 1195 davon hat die Berlinovo Immobilien GmbH errichtet, die rund 5000 weitere Plätze schaffen will. Das Studierendenwerk hat 136 neue Wohnheimplätze geschaffen. Die restlichen Plätze verteilen sich auf die landeseigenen Wohnungsunternehmen.

Um den Bau studentischen Wohnraums noch stärker zu fördern, seien weitere Anstrengungen erforderlich, hieß es in der Antwort. Auch der Bund müsse in den Wohnungsbau einsteigen. Deshalb habe der Senat gemeinsam mit weiteren Ländern eine entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht.

Die Bundesregierung plane ein Bund-Länder-Programm zum Bau und zur Sanierung studentischen Wohnraums. Hier erhoffe sich Berlin weitere Mittel zur Steigerung der Versorgungsquote von Studierenden mit studentischem Wohnraum.