Ob Netflix, YouTube oder Prime: Videos belasten das Klima.
Foto: AP/Martin Meissner

BerlinWer zu Hause oder unterwegs Videos streamt, belastet das Klima je nach Art der Internetverbindung einer Studie zufolge unterschiedlich stark. Zu diesem Zwischenergebnis kommt ein noch laufendes Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamts, an dem das Öko-Institut und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) arbeiten. Darüber berichtet auch die Nachrichtenseite netzpolitik.org.

Demnach ist der durch Streaming verursachte Kohlenstoffdioxid (CO2)-Ausstoß bei einer 3G-Verbindung am höchsten (90 Gramm) und bei einem Glasfaser-Anschluss am niedrigsten (zwei Gramm). Bei einer Netzverbindung über ein Kupferkabel (VDSL) seien es vier Gramm, über 5G circa fünf Gramm. Der Stromverbrauch des Endgeräts wurde bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

„Aus Umweltsicht ist es eine gute Idee, mehr öffentliche WLAN-Hotspots einzurichten, denn das ist klimafreundlicher als Streaming im Mobilfunknetz“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) laut Mitteilung ihres Ministeriums zu den Ergebnissen. Im richtigen Netz und mit effizienteren Rechenzentren wachse auch der Klima-Vorteil, den Home-Office und Videokonferenzen für den Klimaschutz haben könnten, so die Ministerin.