E-Health ist ein Fachbegriff für digitale Gesundheitsangebote.
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MünchenLaut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger könnten digitale Gesundheitsangebote infolge der Corona-Pandemie stärker nachgefragt werden. Berger hat 500 Experten befragt, denen zufolge sich der Digitalisierungsprozess der Gesundheitsbranche durch die weltweiten Entwicklungen um insgesamt rund zwei Jahre beschleunigt. Allein der deutsche Markt könne demnach rund 60 Milliarden Euro jährlich umsetzen, so die Beratung.

„Die Ergebnisse unserer Befragung übertreffen die des letzten Jahres deutlich“, sagte Karsten Neumann, Partner bei Roland Berger. 2019 lag die Prognose für die Branche noch 50 Prozent niedriger. Neumann zufolge steigen die Chancen für Unternehmen und Plattformanbieter, die als „Schnittstelle virtuelle und reale Dienstleistungen kombinieren“. Denn nur zehn Prozent der Patienten mit Vorerkrankungen würden sich an kleinere Anbieter mit speziellen Lösungen wenden.

In Zukunft könnte ein Patient beispielsweise zuerst eine Videosprechstunde über eine Diagnoseplattform nutzen und anschließend für eine Untersuchung an einen Facharzt verwiesen werden.