Forscher aus Finnland haben herausgefunden, dass eine Ernährung mit neuartigen und zukünftigen Lebensmitteln wie Fleisch aus Zellkulturen oder Insekten und Spirulina klimafreundlicher sein könnte als Veganismus. Die sogenannten novel and future foods (kurz: NFF) zählen die Wissenschaftler zur optimierten Ernährung. Darüber hinaus unterschieden sie zwischen „optimierter omnivorer Ernährung“ und „optimierter veganer Ernährung“.

Die beiden letzteren Ernährungsweisen erwiesen sich bei den untersuchten Bereichen mit einer Senkung der Auswirkungen auf 81 bis 84 Prozent als in etwa gleichwertig. Die optimierte Ernährung, so halten es mehrere Medien, die über die Studie berichten, fest, senkte die Auswirkungen sogar um noch ein paar weitere Prozentpunkte (83 bis 87 Prozent).

Doch es hagelt auch Kritik an der Studie: „Gerade für neuartige Lebensmittel, die sich noch in der Entwicklung befinden – wie Milch aus Zellkulturen –, gibt es größere Unsicherheiten hinsichtlich der Umweltauswirkungen“, sagt beispielsweise Florian Humpenöder von der Abteilung Transformationspfade am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gegenüber der NZZ. Auch der Energieverbrauch sei zu berücksichtigen. Denn: Die Bio-Reaktoren, die für die Herstellung der Zukunfts-Lebensmittel benötigt werden, benötigen viel Strom.