BerlinEiner Untersuchung der sogenannten Bürgerbewegung Finanzwende zufolge gibt es ein großes Ungleichgewicht zwischen Politik und Wirtschaft beim Thema Finanzlobbyismus. Demzufolge stehen 41 Mitglieder im Finanzausschuss des Bundestags mehr als 1500 Personen gegenüber, die für entsprechende Verbände und Unternehmen arbeiten.

Die Nichtregierungsorganisation schätzt, dass die Finanzindustrie jährlich rund 200 Millionen Euro für Lobbyismus ausgibt, das heißt dafür, um Gesetzgebung in ihrem Sinn zu beeinflussen. „Knapp 290 verschiedene Organisationen aus Finanzlobby und erweiterter Finanzlobby haben die deutsche Politik in den Jahren 2014–2020 zu beeinflussen versucht“, so die vom ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick gegründete Organisation.