Wissenschaftler der Universität Kopenhagen haben Gewichtsverlust mit einer erhöhten Spermienzahl in Verbindung gebracht. Adipöse Männer können der neuen Studie zufolge ihre Spermienzahl verdoppeln, wenn sie mindestens ein Jahr lang abgenommen haben. Die Forscher waren der Frage nachgegangen, ob eine ernährungsbedingte Gewichtsabnahme die Spermien hinsichtlich mehrerer Kategorien verbessert und ob diese möglichen Verbesserungen bei anhaltender Gewichtsabnahme erhalten bleiben.

Dazu wurden offenbar 56 Männer im Alter von 18 und 65 Jahren mit BMIs zwischen 32 und 43 untersucht. Als „gesund“ gilt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9. Die Männer wurden zwei Monate lang auf eine strenge Diät gesetzt, bei der sie nur 800 Kalorien pro Tag zu sich nehmen durften. Die Ergebnisse: Nach den acht Wochen stieg die Spermienanzahl bei Männern, die mindestens acht Pfund verloren hatten um 41 Prozent. Männer, die mindestens ein Jahr lang abgenommen hatten, verzweifachten die Anzahl, heißt es.

Forscher: Auch Samen-Qualität bei Adipositas beeinträchtigt

„Es war für uns überraschend, dass eine so große Verbesserung der Samenqualität in Verbindung mit einer Gewichtsabnahme gezeigt werden kann“, sagt der Hauptautor der Studie, Signe Torekov, Professor und Adipositas-Experte an der biomedizinischen Fakultät der Universität Kopenhagen gegenüber der New York Post. Aus früheren Studien ging bereits hervor, dass die Samenqualität bei Adipositas beeinträchtigt ist. Unklar war bislang, wie sehr sich Gewichtsverlust auf Spermien auswirkt.

Forscher der University of Worcester haben überdies Anfang des Jahres herausgefunden, dass Männer, die zu viel Fleisch essen, ein größeres Risiko tragen, unfruchtbar zu werden. Die Studie ergab, dass eine proteinreiche Ernährung den Testosteronspiegel von Männern um 37 Prozent senkt.