London - Wissenschaftler aus Großbritannien, den USA und Australien haben festgestellt, dass Restaurant-Schließungen wenig für die Senkung des R-Wertes bringen. Dies geht aus einem Bericht von Focus hervor. Demnach untersuchten die Forscher die Maßnahmen auf ihre Effizienz hinsichtlich der Unterbrechung der Infektionsketten. 

Die Studie ergab, dass in 34 europäischen und sieben Drittstaaten das Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen eine 42-prozentige Senkung des R-Werts bewirkte. Dies war die effizienteste Maßnahme, gefolgt von Schul- und Universitätsschließungen mit 38 Prozent.

Bar-, Restaurant- und Clubschließungen konnten den R-Wert nur um 18 Prozent senken. Noch weniger wirkten sich Ausgangssperren aus (13 Prozent), wobei in der Studie nicht eindeutig zwischen strikten Ausgangssperren und nächtlichen unterschieden wurde, heißt es. Der R-Wert ist die sogenannte Reproduktionszahl und gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. 

Um einen R-Wert von unter 1 zu erreichen, sollte eine Kombination aus Versammlungsverboten, Schließung von Restaurants, Bars und Clubs sowie der Schulen und Universitäten erfolgen, so die Forscher. Für die Studie wurden chronologische Daten zwischen Januar und Ende Mai 2020 gesammelt.