Emojis in beruflichen E-Mails wirken sich offenbar auf die Wahrnehmung der Autorität eines Arbeitnehmers aus. Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, werden Menschen als weniger mächtig wahrgenommen, wenn sie Bilder statt Worte verwenden. Grund sei demnach der Umstand, dass „die Verwendung von Bildern einen größeren Wunsch nach sozialer Nähe“ signalisiert als die Verwendung von Wörtern. Das Verlangen nach sozialer Nähe sei mit geringerer Macht verbunden.

Ferner stellten die Wissenschaftler fest, dass Menschen Wörter oder Bilder strategisch nutzen können, um mehr oder weniger Macht zu signalisieren. Emojis sind weit verbreitet – auch im Berufsalltag vieler Menschen werden sie zunehmend verwendet. Doch die Studienautoren wenden der New York Post zufolge ein: „Unsere Ergebnisse weisen jedoch auf ein Warnsignal hin: In manchen Situationen, insbesondere in einem Arbeits- oder Geschäftsumfeld, kann diese Vorgehensweise folgenschwer sein, da sie eine geringe Leistung signalisiert.“

Die Forscher ziehen folgendes Fazit: Bilder und Worte seien nicht austauschbar, wenn Sachverhalte dargestellt werden sollen. Vielmehr kennzeichneten sie „ausgeprägte soziale Werte mit Reputationsfolgen“. Derzeit sind 838 Emojis verfügbar – das neueste Software-Update des Unicode Konsortiums im vergangenen September brachte 37 neue, darunter das Chat-Bildchen von einem schwangeren Mann, das für viel Diskussionsstoff sorgte.