Deutsche Firmen haben die Corona-Krise bislang besser überstanden als die Konkurrenz in anderen Ländern. 
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BerlinDie Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Covid-19-Krise scheinen deutsche Unternehmen vergleichsweise gut durch die Krise zu bringen. Das zeigt eine Umfrage der HSBC, einer international agierenden britischen Großbank mit Sitz in London. Demnach ist der Anteil der Unternehmen, die durch die Pandemie stark beeinträchtigt sind, in Deutschland mit 53 Prozent vergleichsweise gering. Weltweit gaben 72 Prozent der Teilnehmer an, die Auswirkungen der Krise stark zu spüren. Im Rahmen der Studie wurden nach Angaben der HSBC 2600 Firmen in 14 Staaten mit einem Umsatz von mehr als 5 Millionen Dollar befragt. Darunter waren 200 deutsche Unternehmen.

Wie die Studie laut einer Mitteilung der HSBC weiter zeige, scheint die Krise das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften geschärft zu haben. So heißt es in der Studie: „61 Prozent der deutschen Unternehmen geben an, das Thema sei wichtiger geworden oder sogar wichtiger als je zuvor. Das liegt leicht unter dem weltweiten Durchschnitt von 65 Prozent.“

Für deutsche Unternehmen stehe das Thema Energiewende „ganz oben auf der Prioritätenliste, gefolgt vom Kampf gegen den Klimawandel und der Förderung nachhaltigen Konsumentenverhaltens“. Etwa die Hälfte der befragten Firmen plane, sich mit „nachhaltigen Lieferketten und nachhaltiger Infrastruktur“ zu beschäftigen.

Neun von zehn Unternehmen, die befragt wurden, sagten laut Studie, sie seien „zumindest teilweise bereit für die Herausforderungen der vergangenen Monate“ gewesen. Mehr als die Hälfte der befragten Firmen gab an, „gut vorbereitet“ gewesen zu sein. Laut HSBC arbeite etwa „ein Fünftel der Unternehmen auch in der Krise wie zu normalen Zeiten“. Zwei Drittel arbeiten mit Einschränkungen, etwas über ein Zehntel der Befragten hat den Geschäftsbetrieb vorübergehend eingestellt.