Ein Forscher der Oxford-Universität hat die Öffentlichkeit vor einer möglichen Alien-Invasion gewarnt. Das geht aus einem Bericht des britischen Telegraph hervor. Anlass für die Sorge des Forschers ist ein Projekt, bei dem eine umfassende Botschaft an Außerirdische von der Erde aus ins Weltall geschickt werden soll. Die möglichen Konsequenzen würden nicht ernst genug genommen, findet Anders Sandberg, Senior Research Fellow am Future of Humanity Institute (FHI) in Oxford.

Seiner Ansicht nach sei der sogenannte Giggle Factor (Kicher-Faktor) ein großes Problem. Dieser schwinge häufig bei Themen rund um außerirdisches Leben mit: „Viele Menschen weigern sich einfach, irgendetwas in diesem Zusammenhang ernst zu nehmen. Das ist schade, denn es geht um wichtige Dinge“, erklärt Sandberg gegenüber der Zeitung.

Zwar gibt der Wissenschaftler zu, dass die Erfolgschancen einer Kontaktaufnahme äußerst gering seien, aber die Risiken einer solchen Botschaft seien dennoch unberechenbar. Im schlimmsten Fall könne die Offenlegung der Erdposition eine außerirdische Invasion nach sich ziehen.

Neue Alien-Botschaft fordert zur Kontaktaufnahme auf

Die neue Botschaft baut auf die Arecibo-Botschaft auf, die am 16. November 1974 mithilfe eines Radioteleskops ins All gesendet wurde. Sie war der erste echte Versuch einer Kontaktaufnahme mit Außerirdischen. Nach fast 50 Jahren hat ein internationales Forscherteam nun eine Nachricht an mögliche Lebewesen im Universum überarbeitet und massiv erweitert.

Sie umfasst laut einer Mitteilung zunächst grundlegende mathematische und physikalische Konzepte, um ein universelles Kommunikationsmittel zu schaffen, gefolgt von Informationen über die biochemische Zusammensetzung des Lebens auf der Erde. Auch die mit einem Zeitstempel versehene Position des Sonnensystems in der Milchstraße sei aufgeführt sowie digitalisierte Darstellungen des Sonnensystems und der Erdoberfläche. Die Botschaft schließt mit digitalisierten Bildern der menschlichen Gestalt und einer Aufforderung an alle empfangenden Intelligenzen, zu antworten.

Das neue Update nennt das Forschungsteam „Beacon In The Galaxy (BITG)“, also zu Deutsch etwa „Leuchtsignal in der Galaxie“. Radioteleskope in China und Nordkalifornien könnten den Versand übernehmen. Als Zielort haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen konzentrischen Ring auserkoren, der sich 13.000 Lichtjahre entfernt vom Zentrum der Galaxie befindet.