Seoul - Südkoreas erster Test einer komplett selbstgebauten Trägerrakete hat die Zielvorgaben nicht vollständig erreicht. Laut Präsident Moon Jae In hat die Rakete am Donnerstag zwar „alle Flugsequenzen abgeschlossen“, jedoch nicht wie geplant eine Satellitenattrappe in die Erdumlaufbahn bringen können. „Wir haben unser Ziel leider nicht ganz erreicht“, sagte Moon, der den Start der Rakete direkt am Weltraumbahnhof beobachtet hatte.

Die Rakete war um 17 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ) vom Naro Space Center nahe des südlichen Küstenorts Goheung gestartet. Südkoreanische Fernsehsender hatten den Start live übertragen.

dpa/yonhap
Eine Testversion von Südkoreas selbst entwickelter Weltraumrakete Nuri startet von der Startrampe im Naro Space Center, 473 Kilometer südlich von Seoul.

Bei der 200 Tonnen schweren Rakete handelt es sich um den sogenannten Typ KSLV-II. Sie ist die erste getestete Raumfahrtrakete, die vollständig in Südkorea entwickelt und gebaut wurde. Laut der südkoreanischen Raumfahrtagentur ist der nächste Test einer KSLV-II-Rakete für den 19. Mai im nächsten Jahr geplant.

Inspektion der Rakete hat Start verzögert

Die Regierung in Seoul plant, als Teil ihres Weltraumprogramms in den kommenden Jahren unter anderem Kommunikationssatelliten und Mondsonden in Umlauf zu bringen.

Der Raketenstart war ursprünglich eine Stunde früher geplant, doch laut Angaben des Wissenschaftsministeriums gab es Verzögerungen bei der Inspektion der Ventile am Flugkörper.