Chongli - Sie kann noch nicht richtig laufen, fährt aber schon die Pisten hinunter: Mit gerade einmal elf Monaten sorgt eine kleine Snowboarderin in China auf dem Gelände der Olympischen Winterspiele in Peking für Aufsehen. Die kleine Yuji, die den Spitznamen Beibei („Baby“) trägt, hat bereits unzählige Fans im Netz, und ihre Videos wurden auf den chinesischen Internetplattformen millionenfach aufgerufen.

Yuji ist mit Abstand die kleinste Wintersportlerin auf den Pisten des Thaiwoo-Skigebiets im Norden Chinas, wo sich ab Februar die besten Athleten weltweit im Langlauf, Skispringen und Snowboarding messen. Dass ihre Tochter ein Snowboard-Ass ist, hatten die Eltern laut eigenen Angaben vor zwei Wochen ganz zufällig im Skiurlaub bemerkt.

Yujis Vater will Snowboard-Trainer werden

„Wir setzten sie in die Schuhe und stellten fest, dass sie es schaffte, aufzustehen“, sagte Yujis Mutter Fan Xueyin der Nachrichtenagentur AFP. „Dann brachten wir sie zu einem sanften Abhang und sahen zu, wie sie hinunterrutschte“. Sobald sie auf dem Brett stand, „klopfte sie sich auf die Beine und fing an zu kichern“, sagte Fan. Ihre Tochter habe „überhaupt keine Angst und es macht ihr Spaß“. Aufnahmen der Nachwuchs-Snowboarderin sorgten im Internet für Furore. Videos von der Kleinen wurden tausendfach geteilt.

„Yuji war immer ein athletisches Baby“, so die Mutter gegenüber der South China Morning Post. Auf den Videos ist auch der Vater zu sehen, wie er sie die Piste hochzieht. Für den Lift ist Beibei noch zu klein.

Da Yuji noch zu klein ist, um ihre Richtung oder Geschwindigkeit zu kontrollieren, ist immer ein Elternteil in der Nähe, um sie aufzufangen. Yujis Vater Wang Shu ist selbst Wintersport-Novize – seitdem er aber das Talent seiner Tochter gesehen hat, will er sich zum professionellen Snowboard-Trainer ausbilden lassen, damit er sie unterrichten kann, wenn sie älter ist.