Der erst im August 2020 zugelassene BMW X5 kurz nach dem Unfall.
Foto: Morris Pudwell

BerlinAn der Kreuzung Thorwaldsenstraße/Prellerweg/Bergstraße in Schöneberg kam in der Nacht zu Dienstag ein erst im August 2020 zugelassener BMW X5 von der Fahrbahn ab. Der Wagen prallte gegen einen massiven Ampelmast. Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass die Ampel bis zur Rücksitzbank im Fahrzeug stand. Die Aufprallgeschwindigkeit soll nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort sehr hoch gewesen sein. Ein 18-jähriger Fahranfänger hatte laut Polizei die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. 

Mehrere Notärzte, Rettungssanitäter sowie der technische Dienst der Feuerwehr waren an der komplizierten Rettung der insgesamt drei Fahrzeuginsassen beteiligt. Mindestens eine der drei Personen wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass die Einsatzkräfte den Intensivtransporthubschrauber (ITH) Christoph Berlin anforderten. Der 18-jährige Fahrer und die beiden 17- und 19-jährigen Beifahrer erlitten bei dem Zusammenstoß schwere Arm-, Bein-, Kopf- und Rumpfverletzungen, sodass sie in Krankenhäusern stationär aufgenommen werden mussten. Die Verletzungen des Unfallfahrers wurden zunächst als lebensbedrohlich eingestuft. Sein Zustand soll sich nach Angaben der Polizei inzwischen stabilisiert haben.

Die Unfallstelle an der Kreuzung Thorwaldsenstraße/Prellerweg/Bergstraße in Steglitz gleicht einem Trümmerfeld.
Foto: Morris Pudwell

Der Aufprall des schweren SUV geschah mit solcher Wucht, dass das Lenkrad abgerissen wurde und mindestens 25 Meter durch die Luft flog. Der darin befindliche Airbag löste nicht aus. Das, sagte ein Gutachter vor Ort, ist unnormal. Die normale Auslösezeit eines Airbags beträgt 55 Millisekunden.