Das Urteil im Prozess zum schweren Unfall mit vier getöteten Fußgängern vor zweieinhalb Jahren in der Berliner Innenstadt ist rechtskräftig. Die verhängte zweijährige Freiheitsstrafe auf Bewährung gegen den damaligen SUV-Fahrer sei von keinem der Verfahrensbeteiligten angefochten worden, teilte das Landgericht Berlin am Montag auf Anfrage mit.

Der 45-jährige Mann war am 17. Februar der vierfachen fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig gesprochen worden. Er sei trotz seiner Epilepsie-Erkrankung und einer Gehirnoperation nur einen Monat vor dem Unfall Auto gefahren, begründeten die Richter. Der Mann hätte wegen seiner gesundheitlichen Vorgeschichte erkennen können und müssen, dass er nicht fahrtauglich war. Das Gericht verhängte zudem eine zweijährige Führerscheinsperre und 15.000 Euro als Auflage.