Die Lufthansa-Tochter Swiss Air hält die auf deutschen Flügen weiterhin vorgeschriebene Maskenpflicht an Bord offenbar nicht ein. Wie der Spiegel berichtete, wies das Kabinenpersonal auf mindestens zwei Flügen der Airline von Hamburg und Berlin nach Zürich am Sonntag nicht ein einziges Mal auf die Maskenpflicht hin.

In einem Airbus A320 von Hamburg nach Zürich waren geschätzte 40 Prozent der rund 200 Passagiere ohne Gesichtsbedeckung unterwegs. Darauf angesprochen, sagte eine Flugbegleiterin: „Wir haben bei Swiss keine Maskenpflicht mehr.“

Maskenpflicht weiterhin an deutschen Flughäfen

Als sie darauf hingewiesen wurde, dass auf allen Routen mit Start oder Landung in Deutschland noch immer ein Mund-Nasen-Schutz obligatorisch sei, antwortete sie: „Die Swiss hat das so entschieden.“ Die Kabinencrew selbst trug Masken.

Am 11. Mai entschieden sich EU-Behörden, die Maskenpflicht an EU-Flughäfen und an Bord fallen zu lassen. Allerdings gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske weiterhin an deutschen Flughäfen und bei Maschinen, die in Deutschland starten oder landen. Die Vorschrift gilt noch bis einschließlich 23. September.

Ein Sprecher der Swiss hingegen teilte dem Spiegel auf Anfrage mit: „Die Maskentragepflicht gilt auf Flügen an Destinationen, wo diese vorgeschrieben ist. Somit müssen unsere Gäste beispielsweise die Maske auf Flügen nach Deutschland tragen, auf Flügen in die Schweiz jedoch nicht. Unsere Flugzeuge sind in der Schweiz immatrikuliert, somit gilt an Bord auch die Schweizer Gesetzgebung.“ Die Pressestelle des Gesundheitsministeriums hingegen bestätigte dem Magazin, dass die Maskenpflicht für sämtliche Flüge gilt, die in Deutschland starten oder landen.