BerlinDie Berliner Tafel eröffnet am Sonnabend in Charlottenburg ein Geschäft, in dem man Lebensmittel gegen Trödel tauschen kann. Wer Kaffee, Konserven, Müsli und andere haltbare Produkte bringt, kann zum Beispiel Porzellantassen, Bilder, Rucksäcke, bestickte Taschentücher oder antiquarische Schätzchen mitnehmen, teilte der Verein mit. 

Laut Geschäftsführerin Antje Trölsch ist das Aufkommen an Spenden deutlich zurückgegangen. „In den vergangenen zwei Monaten haben wir nur noch etwa halb so viele Lebensmittel sammeln können wie sonst üblich“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Auch Geldspenden seien rückläufig.

Zu den Ursachen für den Rückgang bei Lebensmittelspenden zählten übliche saisonale Schwankungen, ein besserer Verkauf der Ware in den Supermärkten und vermutlich auch die größer werdende Gruppe von Lebensmittelrettern. Hinzu komme, dass sogenannte Eins Mehr!-Aktionen, bei denen Ehrenamtliche in Supermärkten um Lebensmittelspenden bitten, coronabedingt entfielen. Einen möglichen Grund für den Rückgang der Geldspenden sieht der Verein in der wirtschaftlichen Unsicherheit potenzieller Spender.

Parallel zum Spendenrückgang sind demnach die Ausgaben des Vereins gestiegen, etwa durch die Logistikkosten für die Belieferung von Menschen mit Lebensmitteltüten vom von März bis zum Sommer und der Bereitstellung neuer Kühl- und Lagerflächen.