Tarifstreit: Lufthansa einigt sich mit Flugbegleitern

Flugbegleiter sollen zwischen neun und 17,5 Prozent mehr Lohn erhalten.

Flugzeuge der Fluggesellschaft Lufthansa stehen am Rand des Rollfeldes nebeneinander.
Flugzeuge der Fluggesellschaft Lufthansa stehen am Rand des Rollfeldes nebeneinander.dpa/Sören Stache

Die Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben eine Tarifeinigung für das Kabinenpersonal erzielt. Wie das Unternehmen und die Gewerkschaft am Dienstag mitteilten, wurden Gehaltserhöhungen zwischen knapp neun und 17,5 Prozent für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter vereinbart. Davon profitieren demnach besonders Berufseinsteiger.

Piloten und Bodenpersonal streikten

Den Angaben zufolge steigt das Grundgehalt des Kabinenpersonals zum 1. Januar um 250 Euro pro Monat. Zum 1. Juli folgt eine weitere Erhöhung der Grundvergütung um 2,5 Prozent. Die Einstiegsgehälter steigen so um 17,47 Prozent. Beschäftigte in der höchsten Vergütungsstufe profitieren von 8,89 Prozent mehr Gehalt. Außerdem steigen Spesen und Zulagen. Die Laufzeit endet im Dezember 2023.

Michael Niggemann, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Lufthansa, hob die „starke soziale Komponente“ des neuen Manteltarifvertrags hervor. „Damit werden wir unserer sozialen Verantwortung gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, erklärte er.

Anders als etwa die Piloten und das Bodenpersonal der Lufthansa hatten die Flugbegleiter im Zuge der Tarifverhandlungen nicht gestreikt. „Unsere geduldige und zähe Haltung während der monatelangen Verhandlungen hat sich ausgezahlt“, erklärt UFO-Tarifvorstand Stefan Schwerthelm. Das Ergebnis sei eine „erste solide Vergütungserhöhung nach zwei pandemiebedingten Krisenjahren“.