Berlin - Taschendiebe sind in Berlin festgenommen worden, nachdem sie sich in Kreuzberg und in Neukölln Polizisten als Opfer ausgesucht hatten. Wie die Polizei mitteilte, war der erste Dieb einem Zivilbeamten am Bahnhof Kottbusser Tor ins Netz gegangen. 

Der 31-Jährige soll am Donnerstagabend, gegen 18.30 Uhr, auf dem Bahnsteig der U-Bahnlinie 8 an dem Rucksack des Polizisten zu schaffen gemacht haben. Der Beamte habe sich daraufhin umgedreht und den Verdächtigen mithilfe von hinzugeeilten Kollegen überwältigt. Auf dem Weg zur Polizeiwache habe er die Einsatzkräfte bespuckt und beleidigt.

Etwa vier Stunden später wurde erneut ein Zivilpolizist Opfer von Taschendieben, als er am U-Bahnhof Hermannstraße aus einem Wagon der U8 ausstieg. Nach Angaben der Polizei habe er bemerkt, dass er von zwei Männern beobachtet wurde, die ihm anschließend folgten. „Die verdächtigen Männer näherten sich dem Beamten, legten den Arm um ihn, fragten nach Feuer und tanzten ihn an“, erklärte ein Polizeisprecher.

Als sich der Kriminaloberkommissar sich als Polizist zu erkennen gab, soll er von einem der Männer festgehalten und angeschrien worden sein. Trotz massiver Gegenwehr gelang es dem Polizisten zusammen mit zwei Mitarbeitern des BVG-Sicherheitspersonals, den 33-Jährigen festzunehmen. Der Komplize konnte unerkannt flüchten.

Bei der Rangelei erlitt der Polizist Verletzungen am Knie und am Hals. Er musste seinen Dienst beenden und wurde von einem Arzt behandelt.