Diese Gegenstände fand die Polizei in Rio de Janeiro bei der Durchsuchung eines Kinderpornografie-Studios.
Foto: ASCOM/Polícia Civil do Estado do Rio

WiesbadenDas Bundeskriminalamt (BKA) hat sich in die Ermittlungen gegen einen 73-jährigen Deutschen in Rio de Janerio in Brasilien eingeschaltet. „Es gibt einen internationalen Nachrichtenaustausch zwischen den brasilianischen und den deutschen Behörden“, sagte eine BKA-Sprecherin in Wiesbaden am Sonntag der dpa.  

Der in Brasilien lebende Deutsche steht im Verdacht, Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Er soll in einem eigens dafür eingerichteten Filmstudio Tausende Videos mit kinderpornografischem Material hergestellt und in Umlauf gebracht haben. 

In dem Studio fanden die Beamten nach offiziellen Angaben außer Kinderspielzeug auch mehrere „sadomasochistische Objekte“ sowie 30.000 Videos. „Das war ein Schock“, zitierte das brasilianische Nachrichtenportal G1 einen Polizeikommissar. „Ich habe noch nie so etwas Bizarres, Aggressives gesehen.“

Nach der Durchsuchung des Hauses verhaftete die Polizei den 73-Jährigen. Die Festnahme habe am Donnerstagabend (Ortszeit) im Großraum der brasilianischen Metropole stattgefunden, sagte ein Sprecher der zuständigen Zivilpolizei in Rio de Janeiro der dpa.

Nach Angaben des Nachrichtenportals G1 nahmen Polizisten den 73-jährigen Mann in einem Waldgebiet fest. Er wollte fliehen, stürzte dabei und wurde verletzt, wie das Portal unter Berufung auf Beamte weiter berichtete.