Berlin - Beim digitalen Parteitag der CDU kam es am Sonnabend zu technischen Pannen. Dabei avancierte ein eher unbekanntes CDU-Mitglied aus Rheinland-Pfalz zum heimlichen Star des Online-Parteitags. Bei einer geplanten Fragerunde der drei Kandidaten für den Vorsitz kam es zu einer missglückten Schalte, die bei dem einen oder anderen für Erheiterung sorgte.

Im Mittelpunkt des Livestreams stand plötzlich der Delegierte Hans-Werner Adams. Der erste Beigeordnete der Stadt Sinzig kämpfte bei der Fragerunde vor dem ersten Wahlgang mit den Tücken der Technik.  Auf die Aufforderung der Moderatorin: „Herr Adams, Sie können sprechen“ folgte Schweigen. Eine erneute Aufforderung: „Ja, Herr Adams, Sie können reden“ blieb ebenfalls erfolglos.

Friedrich Merz und Norbert Röttgen kommentierten die vergeblichen Versuche des Parteifreundes mit Lächeln. „Der Technikcheck ist einwandfrei gelaufen“, sagte Adams später der Deutschen Presse-Agentur. „Nach der Schaltung in den Plenarsaal hat es nicht mehr funktioniert, obwohl das Mikro grün war“.

Um eine längere Stille zu umgehen, wurde die Schalte zum nächsten CDU-Mitglied weitergeleitet. Doch obwohl da die Technik einwandfrei funktionierte, sorgte kurz darauf der nächste Gast auf der Leinwand für Allgemeines Schmunzeln: Gesundheitsminister Jens Spahn stellte nämlich entgegen der Erwartungen keine Frage, sondern nutzte die Zeit um Werbung für Laschet zu machen. 

Happy End: Herr Adams kam dann woanders zu Wort

Anschließend ging der Spuk mit der Technik weiter. Als die Moderatorin wenig später versuchte, Adams erneut zuzuschalten, klappte es wieder nicht. Statt einer Frage herrschte erneut Stille im Studio. Die Zuschauer nahmen es mit Humor und erklärten Adams auf Twitter zum heimlichen Star des Parteitags.

Er habe in seinem Beitrag zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik aufrufen wollen. In einer dann funktionierenden Schalte mit der Online-Plattform des Senders ntv durfte Adams dann nochmal zusammenfassen, was er eigentlich sagen wollte.