Berlin - 80 Prozent der in Deutschland durchgeführten Rücken-Operationen könnten nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) vermieden werden. Wie die TK anlässlich des Tages der Rückengesundheit mitteilte, bekämen rund acht von zehn Patienten, die vor einer geplanten OP eine Zweitmeinung einholten, die Empfehlung, den Eingriff zu unterlassen. Untersucht wurden demnach 6000 Fälle aus den Jahren 2013 bis 2019, die an bundesweit 30 Schmerzzentren eine Zweitbegutachtung erhielten.

Dieter Heinold, Orthopäde an einer Klinik in Freiburg, erklärte: „In den meisten Fällen ist es bei Rückenpatienten zielführender, mit Physiotherapie, Schmerzmitteln, Trainings- und gegebenenfalls auch einer Verhaltenstherapie zu behandeln.“ Eine Operation stelle immer auch ein Risiko dar und sei keine Garantie für langfristige Schmerzfreiheit.