Polizei im Einsatz (Symbolbild)
Foto: imago images/Frank Sorge

BerlinEin 27 Jahre alter Mann hat sich in der Nacht zu Sonntag in Berlin-Tempelhof eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Kurz vor 1 Uhr wollte eine Polizeistreife den Audifahrer an der Kreuzung Manteuffelstraße/Alt-Tempelhof überprüfen. Als die Beamten an einer Tankstelle den Fahrer aufforderten, Fahrzeugschein und Fahrerlaubnis vorzuzeigen, schloss der Mann das Fenster und raste los. Ein Polizist konnte nur durch einen Sprung zur Seite verhindern, dass er von dem Audi erfasst wurde. 

Bevor er vom Tankstellengelände wieder auf die Manteuffelstraße fuhr, stieß der Fahrer gegen ein vor ihm geparktes Auto. Auf der Manteuffelstraße fuhr der Flüchtende mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Attilastraße. An der Kreuzung Albrechtstraße überholte er zwei Autos rechts, fuhr bei Rot ungebremst in den Kreuzungsbereich hinein und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit weiter. An der Kreuzung Manteuffelstraße/Attilastraße überholte er erneut rechts mehrere Autos. Dabei verloren die Einsatzkräfte den Flüchtenden aus den Augen.

Als die Beamten die Attilastraße erreichten, stellten sie den Audi schwer beschädigt und ohne Fahrer im Bereich Attilastraße/Alarichstraße fest. Ermittlungen zufolge war der Audi zunächst gegen einen Ampelmast und schließlich gegen eine Hauswand geprallt.

Der 27-jährige Fahrer flüchtete zu Fuß weiter, konnte jedoch kurz darauf von den Polizisten festgenommen werden. Bei dem Verkehrsunfall erlitt der Mann Kopf- und Beinverletzungen und wurde, da er sich in Hafturlaub befand, durch Rettungskräfte ins Haftkrankenhaus gebracht. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte mehrere kleinere Gefäße und Tütchen mit Kokain und Cannabis und beschlagnahmten diese.

Der Tatverdächtige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Unfalls unter dem Einfluss berauschender Mittel, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Straßenverkehrsgefährdung durch grobes und rücksichtsloses Schnellfahren an unübersichtlichen Stellen, eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, der Unfallflucht und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Ermittlungen dauern an.