BerlinEin Schriftzug mit den Worten „Nicht mehr zu sehen“ soll in Berlin an das einzige offizielle Konzentrationslager erinnern, das es in der Stadt gab. 

Die Auswahlkommission des Wettbewerbs für einen „Temporären Erinnerungsort KZ Columbia“ am Tempelhofer Feld entschied sich damit für den Entwurf eines Berliner Architekten und eines Stuttgarter Ateliers.

Das Gebäude diente während der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 zunächst als Gefängnis der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), von 1934 bis 1936 dann als Konzentrationslager. Nach der Schließung wurden die Gefangenen ins KZ Sachsenhausen im brandenburgischen Oranienburg transportiert.

Rund 8000 Menschen sollen im KZ Columbia inhaftiert gewesen sein, „überwiegend politische Gegner der Nazis, aber auch Juden, Geistliche, Künstler, Homosexuelle und als sogenannte Berufsverbrecher titulierte Menschen“.