Berlin - Die CDU will ihren nach einer Mitgliederbefragung designierten Vorsitzenden Friedrich Merz bei einem eintägigen Online-Parteitag am 22. Januar wählen. Das teilte die Partei am Freitag in Berlin mit. Nach einer Vorstellungsrede des Kandidaten sollen die 1001 Delegierten den früheren Chef der Unionsfraktion im Bundestag per elektronischem Votum offiziell zum Nachfolger des bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat gescheiterten Vorsitzenden Armin Laschet bestimmen. Vor Beginn der Corona-Pandemie waren bei der CDU zweitägige Wahlparteitage üblich.

Am 21. Januar kommen zur Vorbereitung des Parteitags die Spitzengremien der CDU zusammen – Präsidium und Vorstand. Nach der Wahl von Merz zum neuen Vorsitzenden will die CDU am 22. Januar die komplette Führungsspitze neu wählen – als Konsequenz aus dem Desaster bei der Bundestagswahl mit dem historisch schlechtesten Ergebnis von 24,1 Prozent.

Merz war im Dezember bei einer Mitgliederbefragung mit 62,1 Prozent zum Nachfolger von Laschet bestimmt worden. Nach dem Parteitag muss die Online-Wahl der Delegierten noch per Briefwahl bestätigt werden. Deren Ergebnis soll am 31. Januar verkündet werden.