Protestplakat gegen die Fabrik-Pläne von Tesla.
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BerlinIn Grünheide bei Berlin entsteht die erste Fabrik von Tesla. Dafür sollen nach den Plänen des US-Elektroautoherstellers weitere 100 Hektar Wald auf dem Gelände gerodet werden. „Die Prüfung läuft“, bestätigte der Referatsleiter Immissionsschutz im Unweltministerium, Frank Beck, am Mittwoch im Landtags-Wirtschaftsausschuss in Potsdam.

Die Absichten von Tesla stoßen in der Politik aber auch auf Widerstand. „Nach meiner Kenntnis sind die Baumfällarbeiten, die da beantragt werden, auf Flächen von Naturschutzgebieten“, sagte der Freie-Wähler-Abgeordnete Philipp Zeschmann. Ein Sprecher des Ministeriums entgegnete: „Alle Flächen für weitere Fällungen (...) befinden sich innerhalb des Bebauungsplangebiets und damit nicht innerhalb eines Naturschutzgebietes.“ Die Beantwortung der Frage, ob eine Umweltprüfung nötig sei, sei aber „noch nicht abgeschlossen“, sagte Referatsleiter Beck.

Tesla baut unter Beobachtung

Bisher wurden auf dem 300-Hektar-Gelände etwa 90 Hektar Wald gerodet. Ab Sommer 2021 sollen dort rund 500.000 Autos im Jahr vom Band laufen. Der Zeitplan könnte aber noch gefährdet sein, denn die umweltrechtliche Genehmigung für das Bauvorhaben fehlt bisher. Bis dahin errichtet Tesla die Fabrik mit vorläufigen Genehmigungen, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz möglich sind. Umweltschützer kritisieren den Bau, weil sie unter anderem Probleme für das Trinkwasser befürchten.