Berlin - Theater, Konzert- und Opernhäuser in Berlin starten in diesen Tagen in die neue Spielzeit und die Corona-Pandemie ist noch immer nicht vorbei. Der Senat schreibt aktuell einheitlich eine Personenobergrenze von 2000 Personen in geschlossenen Räumen vor. Die Hygienekonzepte der einzelnen Häuser sind jedoch sehr unterschiedlich, wie eine Recherche des RBB ergab. Der Sender hat dafür mit mehreren Intendanten gesprochen. Manche Theater oder Opernhäuser verzichten auf viel Publikum, lockern aber dafür die Maskenpflicht. Andere Intendanten wollen so viele Besucher wie möglich in den Saal reinlassen, die dann aber die Corona-Masken auflassen müssen.

So setzten die Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin die Corona-Regeln um:

  • Konzerthaus Berlin: Die neue Spielzeit beginnt am Donnerstag. Nur zwei Drittel der Kapazität soll genutzt werden, die Stühle werden im Schachbrett angeordnet, um den Abstand zu wahren. Besucher können die Maske am Platz abnehmen.
  • Berliner Philharmonie: Start in die neue Spielzeit ist am Freitag. Bis zu 2000 Zuhörer dürfen kommen, die Philharmonie wäre damit fast ausgelastet (2400 Plätze). Es gilt während der gesamt Vorstellung eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Pierre-Boulez-Saal: Die Intendanz will den Saal uneingeschränkt füllen. Dafür muss FFP2-Maske getragen werden, die nur am Platz abgenommen werden darf. Wer kommen will, braucht ein negatives Testergebnis, muss vollständig geimpft oder genesen sein.
  • Komische Oper: Sie soll für Vorstellungen bis Ende September nur bis zu 50 Prozent ausgelastet werden. Die Stühle werden im Schachbrett angeordnet, um den Abstand zu wahren. Dafür können Zuschauer die Corona-Maske am Platz abnehmen.
  • Staatsoper Unter den Linden: Start der Spielzeit ist am Samstag. Die Obergrenze liegt ebenfalls bei 50 Prozent der Zuschauerkapazität. Die Maske ist am Platz nicht mehr Pflicht, das Tragen der Masken wird dennoch empfohlen. Ab dem 18. September will die Staatsoper uneingeschränkt öffnen. Dann aber mit flächendeckender Maskenempfehlung.
  • Berliner Ensemble: Die Spielzeit begann schon am 13. August mit 75 Prozent Auslastung. Ab 1. September will das BE wieder alle Zuschauerplätze belegen. Dann gilt aber im Haus eine flächendeckende Maskenpflicht. Wer kommen will, muss doppelt geimpft, genesen oder negativ getestet sein.
  • Schaubühne: Das Haus will alle Zuschauerplätze belegen. Dafür gilt eine Maskenpflicht – auch am Platz. Wer zu einer Vorstellung kommen will, muss genesen, negativ getestet oder doppelt geimpft sein.
  • Deutsches Theater: Das Haus zeigte in den letzten Wochen viele Open-Air-Veranstaltungen. Im Innenbereich sollen bis Ende September nur die Hälfte der Zuschauer Platz finden, dafür im Schachbrett. Die Maske kann am Platz abgenommen werden.

Die Intendanten tauschen sich in regelmäßigen Telefonschalten zusammen mit der Berliner Kulturverwaltung über ihre Erfahrungen in der Corona-Pandemie aus. Die Hygienekonzepte werden danach angepasst. Interessierten Zuschauern und Zuhörern wird empfohlen, sich vor dem Besuch noch mal auf der Webseite des Theaters oder des Opernhauses zu informieren.