Gelsenkirchen - Mit Hilfe täglicher Physiotherapie auf einem Rollbrett soll es einer schulterkranken Schildkröte aus dem Zoo in Gelsenkirchen bald besser gehen. Für das Training wird die mehr als 100 Kilo schwere Spornschildkröte Helmuth von zwei Mitarbeitern auf ein Brett mit vier Rollen gesetzt, wie eine Sprecherin der Zoom Erlebniswelt am Dienstag schilderte. Auf glattem Untergrund könne Helmuth sich dann durch Bewegungen seiner vier Beine vorwärts bewegen und verharre nicht länger in der Schonhaltung, die er aufgrund von Gelenkproblemen eingenommen hatte.

„Man merkt, dass ihm das Training richtig Spaß macht. Wenn er erstmal losgelegt, ist er ganz schön flott und dreht gerne auch mal eine Extrarunde“, sagte die Sprecherin des Zoos weiter. Schmerzen in der Schulter hatten dazu geführt, dass das Tier seinen Panzer nicht mehr richtig hochstemmen konnte. Mit dem Brett habe Helmuth nun nicht mehr die Last seines Körpers zu schleppen und könne trotzdem die Beinmuskulatur weiter trainieren.

Röntgenstrahlen schafften es nicht, den dicken Panzer zu durchleuchten 

Die Schildkröte war in der vergangenen Woche in einer Tierklinik in Telgte im Münsterland im Computertomographen untersucht worden. Röntgenstrahlen hatten nicht ausgereicht, den dicken Panzer zu durchleuchten. In der Röhre, in der normalerweise Pferde untersucht werden, stellten die Tiermediziner Veränderungen an den Schultergelenken fest.

Helmuths Therapie- und Medikamentenplan, der unter anderem tägliche Rollbrett-Einheiten vorsieht, sei in Absprache mit Reptilienexperten entwickelt worden, teilte der Zoo bei Facebook mit. „Wir erhoffen uns in nächster Zeit Besserung für ihn.“