Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln werden in der rechtsextremen Szene häufig getragen (Symbolbild).
Foto:imago images/Rüdiger Wölk

IlmenauEin Onlineshop bietet Pullover, T-Shirts und Spaghetti-Tops mit dem Aufdruck N.A.Z.I. an. Unter den Buchstaben ist zudem der Satz „Nicht an Zuwanderung interessiert“ aufgedruckt. Laut Impressum hat der Versandhandel seinen Sitz in Ilmenau in Thüringen.

Auch weitere T-Shirts mit in der rechten Szene beliebten Sprüchen wie „Fuck Antifa“,  „Die Wehrmacht“ oder „Deutsches Afrikakorps“ sind bei dem Händler im Angebot. Ebenso sind dort Teleskopschlagstöcke, Messer und Elektroschocker erhältlich. 

Auf der Facebook-Seite des im Impressum angegebenen Ansprechpartners bewirbt der Mann den Handel zudem mit einem Foto, auf dem zu lesen ist: „Dein Partner für nationale Textilien“. Ebenfalls auf der Facebook-Seite des Mannes zu finden ist ein offensichtlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammendes Bild eines Panzers, vor dem zwei Soldaten der Wehrmacht stehen. Darunter steht in altdeutscher Schrift geschrieben: „Keinen Schritt zurück“.

Auf einem weiteren Foto wird zudem für ein „soziales Netzwerk für Patrioten“ geworben. „Aufgebaut wie Facebook ist der Patrioten-Treff ein soziales Netzwerk von der Bewegung für die Bewegung. Der Server steht in Rumänien und wird von einer Firma aus Island betrieben. Auch wenn es für nichts eine Garantie gibt, so sind die Daten relativ sicher“, wird die Plattform in einem weiteren Beitrag auf der öffentlich einsehbaren Facebook-Seite beschrieben. Man brauche „eine Plattform der freien Rede, wo wir uns ohne den Terror von Maas und Kahane bewegen können.“

Zudem wird auf der fraglichen Facebook-Seite davon berichtet, dass es im November 2016 eine Hausdurchsuchung durch das Landeskriminalamt Thüringen gegeben habe,  bei der „nicht nur unsere Geräte, sondern auch ein großer Teil des Warenbestandes“ beschlagnahmt wurden.