Berlin - Der Berliner Tierschutzverein ist für sein Lesehilfeprojekt „Kinder lesen Katzen vor“ ausgezeichnet worden. Dies teilte der Berliner Tierschutzverein am Dienstag mit. Bei der Initiative lesen Kinder mit Leseschwäche im Tierheim Katzen vor. Der Grund: Nicht jedem Kind fällt das Lesen unter Aufsicht von Erwachsenen leicht. Im Tierheim sollen die Kinder in entspannter Atmosphäre lesen üben und so ihre Fähigkeiten verbessern.

Die Katzen freuten sich im Gegenzug über die menschliche Gesellschaft und gewönnen Vertrauen, heißt es in einer Mitteilung. Den Tierschützern zufolge hätten Studien gezeigt, dass rhythmische Stimmen auf Katzen beruhigend wirken. Sowohl Tier als auch Mensch profitieren also offenbar von dem Projekt. Die Idee stammt aus den USA. 

Foto: Tierschutzverein Berlin
Im Tierheim kommen sich Mensch und Tier über das Lesen näher. 

Nun hat der Tierschutzverein den Primus-Preis 2020 gewonnen. Der Preis werde von der Stiftung Bildung und Gesellschaft für „zivilgesellschaftliche Initiativen mit Vorbildcharakter“ gestiftet. Coronabedingt ist das Projekt zwar ausgesetzt, wer sein Kind jedoch für eine Vorlesestunde im Tierheim anmelden will, tut dies unter jugendtierschutz@tierschutz-berlin.de oder 030/76 888119.