Berlin - Die Berliner Zoologischen Gärten haben einen ersten Plan von ihrer Himalaya-Gebirgswelt, die im Frühjahr 2022 eröffnen soll, veröffentlicht. Zudem werde das Raubtierhaus derzeit zu einem „Reich der Jäger“ umgebaut, heißt es in einer Mitteilung. Noch im Sommer 2021 soll es eröffnen. Schweres Gerät ist momentan offenbar auch auf den Baustellen für das neue Nashornhaus im Zoo und das alte Dickhäuterhaus im Tierpark im Einsatz. Hier solle bis 2023 Europas modernstes Elefantenhaus entstehen und das Zentrum der Savannenlandschaft mit Giraffen, Zebras und Antilopen bilden.

Die Gesamttendenz der Besucherrekorde im vergangenen Jahrzehnt habe mit der Pandemie eine Kehrtwende genommen, auch die Rollen von Zoo und Tierpark seien plötzlich vertauscht gewesen: Im Zoo Berlin, der traditionell als Touristenmagnet gilt, habe auch nach der Wiedereröffnung am 28. April gespenstische Leere geherrscht, wird seitens der Zoologischen Gärten erklärt. Der Tierpark, der dem kleineren, aber deutlich zentraleren Zoo im Westen in den Besucherzahlen immer um einiges hinterher gehinkt habe, sei von der Pandemie hinsichtlich der Besucherzahlen nur wenig beeinträchtigt worden.

Illustration: Zoo Berlin
So soll die Himalaya-Gebirgswelt im Berliner Tierpark aussehen. 

„Der Betrieb von Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin kostet uns täglich rund 140.000 Euro. Aufgrund fehlender Gäste steht der Zoo nun Umsatzverlusten in zweistelliger Millionenhöhe gegenüber. Damit fehlten uns dort nahezu die Hälfte unserer geplanten Einnahmen“, berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. 

Trotz erschwerter Umstände konnten im Tierpark im vergangenen Jahr zwei Eröffnungen gefeiert werden: Das historische Alfred-Brehm-Haus wurde als Regenwaldhaus wiedereröffnet und auch der erste Teil der neuen afrikanischen Savannenlandschaft wurde im Beisein von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop eingeweiht.