Quedlinburg - Eine Frau, die trotz des Verdachts auf eine Corona-Infektion ihre Tochter in einem Klinikum im Harz besucht hat, ist am Dienstag vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs und der versuchten gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden. Das Amtsgericht Quedlinburg folgte mit dieser Entscheidung dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte für die heute 72-Jährige eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung gefordert.

Die Frau war nach einer Anzeige des Klinikums von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Der Anklage nach hatte die Frau Anfang Oktober ihre erwachsene, operierte Tochter besucht, obwohl das Ergebnis eines kurz zuvor gemachten Corona-Tests noch nicht vorlag. Die Angeklagte gab vor Gericht an, sie habe sich Sorgen um ihre Tochter gemacht.