Berlin - Die Wissenschaftler des Paul-Ehrlich-Institut (PEI) untersuchen inzwischen 1254 Todesfälle in Deutschland, die nach einer Corona-Impfung aufgetreten sind und mit der Impfung in einem möglichen Zusammenhang stehen könnten. Im aktuellen Sicherheitsbericht des PEI ist von sogenannten Verdachtsfallmeldungen die Rede, bei denen „über einen tödlichen Ausgang in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung“ berichtet wird.

Die genaue Todesursache ist bei den meisten dieser Verdachtsfallmeldungen weiterhin unklar. In einigen Fällen sehen die Wissenschaftler laut dem Sicherheitsbericht einen klareren Zusammenhang. „In 48 Fällen hält das Paul-Ehrlich-Institut einen ursächlichen Zusammenhang mit der jeweiligen COVID19-Impfung für möglich oder wahrscheinlich“, steht dort wörtlich. Am häufigsten traten Thrombosen auf: In 31 Fällen.

Der aktuelle Sicherheitsbericht wurde am 20. August veröffentlicht und betrachtet den Zeitraum vom Start der Impfkampagne in Deutschland am 27. Dezember 2020 bis zum 30. Juli. Im letzten Sicherheitsbericht, der vor einem Monat veröffentlicht worden war, berichtete das PEI noch von 1028 Verdachtsfallmeldungen, bei denen die Personen „in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben sind.“ Auch hier war die genaue Todesursache unklar. Alle zugelassene Corona-Impfstoffe tauchen in dem Bericht auf, auch Biontech

Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson tauchen auf

Stefan Vieths, Vizepräsident des Paul-Ehrlich-Instituts hatte vor einigen Wochen dazu erklärt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Personen zufällig nach der Impfung, aber wegen ihres zum Teil hohen Alters oder an ihrer Vorerkrankung verstorben sind, ist sehr hoch.“ 

Es komme auch vor, dass Menschen nach der Impfung an Covid-19 sterben, weil sie zum Zeitpunkt der Immunisierung schon infiziert waren, ohne es zu wissen oder die Infektion kurz nach der Impfung geschah, erklärt der PEI-Vizepräsident.

„Wenn jemand im Krankenhaus stirbt, der kürzlich geimpft wurde, dann wird uns das mit hoher Wahrscheinlichkeit als Verdachtsfall gemeldet“, so Stefan Vieths. „Das bedeutet nicht automatisch, dass die Impfung die Ursache für den Tod dieses Menschen ist. Solche Fälle zu untersuchen, eine Bewertung über einen möglichen Zusammenhang zur Impfung zu erstellen, gehört zu den wichtigen Aufgaben des Paul-Ehrlich-Instituts.“

Aktuell (Stand 10. September) sind in Deutschland 51,5 Millionen Menschen vollständig geimpft. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 61,9 Prozent. 55,1 Millionen Menschen haben eine Impfung erhalten. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 66,3 Prozent.