London - Prinz Harry und Herzogin Meghan haben sich zum Tod von Prinz Philip geäußert. Auf der Website der beiden erschien eine Traueranzeige für den Großvater Harrys. „In liebendem Andenken Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Edinburgh – 1921–2021 – Danke für deinen Einsatz – Du wirst schwer vermisst werden“, hieß es in weißer Schrift auf grauem Hintergrund. 

Der Tod von Prinz Philip im Alter von 99 Jahren löst auch in der internationalen Politik Trauer, Anteilnahme und Beileidsbekundungen aus. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schrieb auf Twitter: „Ich bin traurig, von dem Tod seiner königlichen Hoheit Prinz Philip zu hören.“ An diesem „sehr traurigen Tag“ wolle sie der britischen Königin, der königlichen Familie und dem britischen Volk ihr aufrichtiges Mitgefühl aussprechen. Prinz Philip, seit 1947 Ehemann der britischen Queen Elizabeth II., war am Freitag auf Schloss Windsor gestorben. Er war erst vor kurzem nach einer Herz-Operation aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekundete am Freitag ihr Mitgefühl. „Der Tod von Prinz Philip erfüllt mich mit großer Trauer“, wird Merkel in einem Tweet von Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer zitiert. „Seine Freundschaft zu Deutschland, seine Geradlinigkeit und sein Pflichtbewusstsein bleiben unvergessen. Unser aller Gedanken sind bei I.M. Königin Elizabeth und der königlichen Familie.“

Michael Müller: Tod Philips ist ein tiefer Einschnitt für Großbritannien

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den verstorbenen Prinz Philip gewürdigt. Der Herzog von Edinburgh habe Queen Elizabeth II. wiederholt bei ihren Besuchen auch in Berlin begleitet, teilte Müller am Freitag mit. „Er hat über die vielen Jahrzehnte in seiner Rolle als Gemahl der Königin auch das Herz vieler Berlinerinnen und Berliner erreicht, die am Wohlergehen des britischen Königshauses seit jeher Anteil nehmen.“

Die britische Königin und ihr Mann waren mehrmals in Berlin zu Besuch. So hatten ihnen beispielsweise bei einem Staatsbesuch 2015 viele Menschen am Brandenburger Tor zugewinkt. 

„Unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger fühlen mit der Queen“, betonte Müller. „Wir denken daran, dass die Queen das Staatsoberhaupt einer unserer früheren Schutzmächte gewesen ist. Uns ist bewusst, dass der Tod von Prinz Philip auch für unsere britischen Freundinnen und Freunde ein tiefer Einschnitt ist.“ Großbritannien hatte nach dem Zweiten Weltkrieg einen Sektor Berlins verwaltet.

Heiko Maas über Prinz Philip: Ein langes Leben im Dienst für sein Land 

Außenminister Heiko Maas (SPD) fand ähnliche Worte. Der Ehemann der Queen habe „ein langes Leben im Dienst für sein Land“ gelebt, erklärte Maas auf Englisch, ebenfalls im Onlinedienst Twitter. „Unsere Gedanken und Gebete gelten der königlichen Familie, dem Volk des Commonwealth und allen, die ihn innig geliebt haben.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach der Queen ebenfalls seine Anteilnahme aus. Mit „tiefer Trauer“ habe er die Nachricht vom Tod Prinz Philips erfahren, erklärte Steinmeier am Freitag. „Prinz Philip war in Deutschland beliebt und hochgeschätzt.“ Der Herzog von Edinburgh sei der Königsfamilie und dem britischen Volk „eine Stütze in schwierigen und in guten Zeiten“ gewesen.

Steinmeier: Philip hat nach dem Zweiten Weltkrieg zur Versöhnung beigetragen

„Mit Haltung, Charme und Witz hat er die Hochachtung und Liebe der Bevölkerung Ihres Königreiches gewonnen“, fügte er hinzu. Zudem habe er „einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung unserer Nationen nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges“ geleistet. Steinmeier würdigte auch Philips Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Als Angehöriger der Royal Navy habe er für die Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Terror gekämpft. „Sein Einsatz für Demokratie und Freiheit wird uns in Erinnerung bleiben“, erklärte der Bundespräsident.

Netanjahu: Israel und die Welt werden den Prinzen vermissen

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin schrieb auf Twitter: „Mein tiefstes Beileid und meine aufrichtige Anteilnahme der Königin Elizabeth II., dem Prinzen von Wales, der königlichen Familie und dem britischen Volk.“ Und fügte hinzu: „Möge seine Erinnerung ein Segen sein.“ Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu kondolierte. „Prinz Philip war der vollendete Staatsdiener und wird in Israel und auf der ganzen Welt sehr vermisst werden.“  

Auch das belgische Königspaar zeigte sich betrübt und brachte seine Anteilnahme zum Ausdruck. Im Namen des belgischen Königs Philippe und seiner Frau Königin Mathilde schrieb der Palast am Freitag auf Twitter: „Tief traurig über den Tod seiner königlichen Hoheit Prinz Philip, Herzog von Edinburgh.“ Man wolle Ihrer Majestät, der Königin, der britischen Königsfamilie und dem britischen Volk tief empfundenes Beileid aussprechen.

Indiens Premier Modi: Seine Seele soll in Frieden ruhen

Indiens Premierminister Narendra Modi hat dem britischen Volk und der Königsfamilie nach dem Tod von Prinz Philip ebenfalls kondoliert. Modi schrieb auf Twitter, er wünsche, dass die Seele des Ehemanns der Queen und Herzogs von Edinburgh in Frieden ruhe. Zudem würdigte er Philips herausragende Karriere im Militär.

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern teilte mit: „Unsere Gedanken sind bei Ihrer Majestät der Königin in dieser zutiefst traurigen Zeit. Im Namen des neuseeländischen Volkes und der Regierung möchte ich Ihrer Majestät und der gesamten königlichen Familie mein aufrichtiges Beileid aussprechen.“ Elizabeth II. ist das Staatsoberhaupt Neuseelands.

Ardern erinnerte auch an die „enorme Unterstützung“, die der Herzog von Edinburgh der Königin stets gegeben habe. Prinz Philip habe seine Frau bei allen zehn Besuchen in Neuseeland begleitet, der erste Besuch war demnach im Jahr 1953, der letzte im Jahr 2002. Die Flaggen an allen Regierungsgebäuden und auf Marineschiffen würden auf halbmast gesetzt, erklärte die Regierung.