Valentin Broeksmit, ein Mann, von dem angenommen wird, dass er ein Informant der US-Behörden im Zusammenhang mit der Deutschen Bank war, ist in Los Angeles tot aufgefunden worden. Laut Medienberichten fand ein Reinigungsteam am Montagmorgen gegen 6.40 Uhr die Leiche auf dem Gelände einer High School.

Broeksmit, so wird vermutet, deckte womöglich Aktivitäten der Deutschen Bank und ihre Verbindungen zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump auf. Ein Gerichtsmediziner erklärte den 46-Jährigen gegen 7:05 Uhr für tot. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt.

Die Schulpolizei teilte dem Bericht zufolge mit, dass sie kein Videomaterial besitze, auf dem zu sehen sei, wie Broeksmit den Campus betrete. Sie sei sich nicht sicher, wie lange der Mann schon auf dem Campus gewesen sei. Broeksmit galt bereits seit dem 6. April als verschwunden, sein Twitter-Account blieb jedoch aktiv. Freunden und Journalisten zufolge sei Broeksmit mit ihnen in Kontakt geblieben.

Broeksmit bot Journalisten Hunderte von Dokumenten an

Der investigative Journalist Scott Stedman von Forensic News twitterte, dass er zuletzt im Januar mit Broeksmit gesprochen habe. Nach Bekanntwerden des Leichenfunds twitterte Stedman, Broeksmit habe ihm „Dokumente der Deutschen Bank gegeben, die die tiefen Russland-Verbindungen der Bank hervorhoben“. Broeksmit habe mit seinem Drogenkonsum gekämpft. Er vermute keinerlei Fremdverschulden, so Stedman.

David Enrich, Reporter der New York Times, sagte laut CBS, Broeksmit habe dem FBI bei seiner Untersuchung des Finanzinstituts geholfen. Enrich schrieb aber auch, dass Broeksmit mit Drogenmissbrauch zu kämpfen hatte und oft „weithergeholte Theorien“ heraufbeschwor, während er die Wahrheit „verdrehte“.

Broeksmit, der auch vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses vorgeladen wurde, bot Berichten zufolge Ermittlern und Journalisten Hunderte von Dokumenten an. Die Dokumente wurden von seinem Stiefvater William hinterlassen, der eine Führungskraft der Bank war. William Broeksmit hatte sich 2014 das Leben genommen. Valentin Broeksmit habe dies „in den letzten Jahren aufgezehrt“, schreibt Stedman.