London -  Ein 23 Jahre alter Deutscher ist in London wegen der Beteiligung an einem tödlichen Überfall verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service) am Freitag mitteilte, griff der Mann gemeinsam mit einem 24-Jährigen zwei andere junge Männer im noblen Londoner Viertel Knightsbridge, nahe dem berühmten Kaufhaus Harrods, an. Ein 20 Jahre alter Mann aus dem Oman, der am King’s College in London studierte, starb kurz nach dem Angriff an Stichverletzungen, die ihm der Komplize des Deutschen zugefügt hatte. Sein ebenfalls 20-jähriger Begleiter erlitt auch eine Stichverletzung, überlebte aber.

Die beiden Angreifer hatten es nach Ansicht der Staatsanwaltschaft auf die wertvollen Armbanduhren ihrer Opfer abgesehen. Der Haupttäter wurde wegen Mord verurteilt. Der Deutsche, der zeitweise nach Ägypten geflohen war, aber später wieder zurückkehrte, wurde der Körperverletzung für schuldig befunden. Ob es sich tatsächlich um versuchten Raub handelte, wie die Staatsanwaltschaft vermutete, ließ die Jury offen. Das Strafmaß soll am 10. September verkündet werden. Der Vorfall spielte sich bereits Ende 2019 ab.