Schwerin - Nach dem ersten Wochenende mit der Möglichkeit, einheimische Gäste zu begrüßen, hat der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, von einem ruhigen und gelungenen Auftakt gesprochen. Trotz des schönen und warmen Wetters habe es weder an den Stränden und Seen noch in beliebten Touristenorten wie Warnemünde oder Binz größeres Gedränge gegeben, sagte Woitendorf am Sonntag. Die Öffnungen an diesem Wochenende hätten allerdings für die Betreiber der Hotels mit Wirtschaftlichkeit noch nicht viel zu tun gehabt.

Derzeit liefen die Vorbereitungen für das kommende Wochenende auf Hochtouren, wenn auch Touristen aus den anderen Bundesländern wieder im Land übernachten dürfen. „Wir haben allen Grund, jetzt optimistisch nach vorne zu schauen und die Tristesse hinter uns zu lassen“, sagte Woitendorf.

Ostseeküste: Der große Urlauber-Ansturm blieb noch aus

Am vergangenen Mittwoch hatte die Landesregierung um Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) angesichts der niedrigen Infektionszahlen angekündigt, dass Einheimische bereits für dieses Wochenende Zimmer in Beherbergungsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns buchen könnten. Touristen aus ganz Deutschland könnten vom 4. Juni an wieder im Nordosten urlauben. Tagestouristen dürften ab dem 11. Juni kommen.

Auch der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, berichtete am Wochenende von Zufriedenheit im Gastgewerbe. Allerdings entspreche der Vorbuchungsstand für die kommende Hochsaison noch nicht dem der vergangenen Jahre.

Nicht alle Regionen können so viele Corona-Tests anbieten

Mit Blick auf das kommende Wochenende empfahl Schwarz den Gästen von außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns, sich vor der Anreise zu Hause auf Corona testen zu lassen. Dieser Test sei dann für diejenigen ausreichend, die sich nur in Ferienwohnungen oder auf dem Boot aufhalten. Wer allerdings Dienstleistungen wie Hotels, Restaurants, Museen oder andere Freizeiteinrichtungen in Anspruch nimmt, müsse spätestens alle drei Tage den Test wiederholen.

Es gebe Hochrechnungen, dass in der Hochsaison mehr als 500.000 Tests pro Woche anfallen werden. Die Testkapazitäten seien in einigen Regionen auf den Ansturm ausgerichtet, in anderen gebe es noch Nachholbedarf, sagte Schwarz. Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) hatte deshalb in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Tourismusverbands alle Akteure in den Kreisen und Kommunen aufgefordert, beim Aufbau der Teststrukturen eng zusammenzuarbeiten.