Frankfurt/Oder - Treibeis auf der Oder sorgt stellenweise für einen immer weiter steigenden Wasserpegel. Seit Sonnabend gilt deshalb die Alarmstufe 1 nicht nur für den Oderabschnitt beim Pegel Stützkow in der Uckermark, sondern auch weiter flussaufwärts für den Abschnitt beim Pegel Hohensaaten-Finow im Landkreis Märkisch-Oderland, wie das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) mitteilte.

Der Wasserstand sei in Hohensaaten-Finow von Freitag bis Sonnabend um 87 Zentimeter gestiegen und steige weiter. Die Grenze, ab der treibende Eisschollen an der geschlossenen Decke anstoßen, werde sich weiter flussaufwärts bewegen. Lokal könne das Wasser durch Eisstauung deutlich steigen.

Gefährliche Eisschollen bilden sich auf dem Grund der Oder

Anders als in anderen Flüssen bildet sich das Eis auf der Oder auf dem Grund. Es kann sich nach Angaben des Landesamtes für Umwelt lösen und mit darüber hinwegtreibenden Eisschollen verkeilen, was zu einem Rückstau führen kann. Wenn die Oder und ihre Nebenflüsse durch Eis blockiert sind, kann das Wasser nicht richtig abfließen. Die Folge ist Hochwassergefahr.

Die Schiffe der deutsch-polnischen Eisbrecherflotte stehen bereit, starten aber erst über null Grad. Zuletzt waren im Jahr 2018 Eisbrecher auf der Oder unterwegs.