Die Berliner Polizei bewacht verstärkt das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park. In der Nacht zum Ostersonntag war die Statue im Zentrum des Mahnmals mit starken Scheinwerfern beleuchtet. Einsatzbusse der Polizei standen auf dem Gelände.

Morris Pudwell
Die Polizei war mit Mannschaftswagen auf dem Gelände.

Hintergrund: In der vergangenen Woche war es zu Schmierereien am Sowjetischen Ehrenmal gekommen. Direkt am Hauptmonument stand am 7. April auf Englisch in großen Buchstaben „Why?“ (Warum?), an anderen Wänden stand: „Death to all Russians“ (Tod allen Russen), „Putin = Stalin“ und „Ukrainian Blood on Russian Hands“ (Ukrainisches Blut an russischen Händen). Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatte daraufhin angeordnet, dass mehr Polizei am Denkmal patrouillieren solle. Das gelte für alle „im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg zu schützenden Objekte“, betonte Spranger.

Das Denkmal im Treptower Park ist allen Soldaten der ehemaligen Sowjetunion gewidmet, die 1945 bei der Schlacht um Berlin ihr Leben ließen. Zum Denkmal gehören auch 7000 Grabmäler für gefallene Soldaten, darunter nicht nur Russen. Im Zweiten Weltkrieg kämpften auch Soldaten für die Sowjetunion, deren Länder inzwischen eigene Staaten sind, wie eben Weißrussland und die Ukraine. Botschafter Melnyk hatte das Grabmal auch für Ukrainer „heilig“ genannt. Über drei Millionen ukrainische Soldaten seien schließlich im Zweiten Weltkrieg gefallen.