Berlin - Nach Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Olaf Scholz hat sich ein weiterer bekannter Politiker gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 80-jährige AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland habe nach Angaben eines Mitarbeiters bereits am Donnerstag ein Corona-Vakzin erhalten. Welchen Impfstoff er erhalten habe, war zunächst nicht bekannt, wie es in einem Bericht des Spiegels heißt. „Das sieht er als persönliche Angelegenheit an“, sagte sein Mitarbeiter.

Noch vor einer Woche hatte die die AfD bei ihrem Bundesparteitag vor der Impfung mit dem Corona-mRNA-Impfstoffen gewarnt. In einer Erklärung der Partei an die Bundesregierung und die Landesregierungen forderte sie, „hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Gefahren und Langzeitfolgen der ungewöhnlich schnell zugelassenen, erstmalig auf mRNA basierenden Impfstoffe die Bevölkerung keinerlei Risiken auszusetzen“.

Meldung über Gaulands Impfung sorgt für Spott im Netz

Weiter hieß es, die Meldungen über „alarmierend hohe Nebenwirkungen aus verschiedenen Ländern müssten ernst genommen werden“, und die „auffällig vielen Corona-Ausbrüche und erhöhten Sterberaten nach Impfungen in Heimen“ sollten untersucht werden.

Dass Gauland sich nun hat impfen lassen, sorgte im Netz für viel Spott und Unverständnis. Warum sich der AfD-Politiker denn gegen „eine leichte Grippe“ habe impfen lassen, hieß es dort etwa. Andere lobten den Politiker für seine Einsicht und die möglicherweise positive Wirkung auf Impfskeptiker.